Zeit 22.12.2025
19:04 Uhr

(+) Carl Benedikt Frey  : "Neue, unvorstellbare Durchbrüche? Die sehen wir zurzeit mit KI nicht"


Der KI-Forscher Carl Benedikt Frey ist besorgt. Denn KI, sagt er, macht uns bisher nicht effizienter. Das spricht für eine Blase – und bedroht unseren Wohlstand.

(+) Carl Benedikt Frey  :
Carl Benedikt Frey ist einer der renommiertesten KI-Ökonomen der Welt. In seinem neuen Buch "How Progress Ends" zeichnet er nach, wie Technologie Staaten zu Wohlstand verhilft – und wie sie ihn wieder verlieren, wenn sie sich nicht anpassen. DIE ZEIT: Herr Frey, ist künstliche Intelligenz eine Blase? Carl Benedikt Frey: Ja, KI ist eine Blase. Und die wird irgendwann platzen. ZEIT: Warum sind Sie sich da so sicher? Frey: Aus zwei Gründen. Erstens basieren die Investitionen in künstliche Intelligenz stark auf der Annahme, dass die Technologie fast alle Aufgaben übernehmen wird. Und zweitens stellt sich selbst, wenn sie zu dieser großartigen Technologie wird, die Frage, ob KI eine Ware wird, mit der man nennenswert Geld verdienen kann. Denn China setzt aktuell auf frei verfügbare Modelle, die die Preise für die Bezahlversionen von Chatbots wie ChatGPT oder Claude drücken werden.